Fragen und Antworten zur Stammzellspende

Nein. Alle Dateien weltweit sind über ein zentrales Register miteinander verbunden. Eine erneute Typisierung wäre folglich überflüssig. Sie können jedoch jederzeit in eine andere Spenderdatei wechseln, wenn Sie Ihren Wohnsitz wechseln. Die AKB bietet Spendern in Bayern die persönliche und heimatnahe Betreuung von der Aufnahme bis zur Nachsorge.
Nein. Die Typisierung der Gewebemerkmale ist nur der erste Schritt für die Aufnahme in die Spenderdatei. Mit einer Wahrscheinlichkeit von 5 – 10 % werden Sie in den nächsten 10 Jahren nach der Typisierung gebeten, Stammzellen zu spenden.
Grundsätzlich kann jeder Mensch Spender werden, der zwischen 18 und 45 Jahren alt ist und gesund ist. Alle wesentlichen Ausschlussgründe finden Sie hier.
Die Blutgruppe ist für die Stammzellspende nicht ausschlaggebend da der Patient nach der Transplantation die Blutgruppe des Spenders übernimmt. Nur bei der Transplantation selbst muss auf die Blutgruppe geachtet und das Transplantat eventuell vorbereitet werden.
Wenn die automatisierten Suchprogramme eine ausreichende Übereinstimmung zwischen den HLA-Merkmalen eines Patienten und Spenders festgestellt haben, erfolgt eine zweite Typisierung: die so genannte „Bestätigungstypisierung“, um jede Verwechslung auszuschließen, die bei großen Spenderaktionen oder im Labor vorkommen können. Dabei werden auch noch weitere Laboruntersuchungen vorgenommen. Liegen dem Transplanteur alle Ergebnisse der in Frage kommenden Spender vor, wählt er den medizinisch am besten geeigneten aus.
Das Einverständnis zur Spende wird in jeder Phase bis zur Spende erneut abgefragt und eingeholt und kann in jeder Phase bis zum Ende widerrufen werden. Das ist das Grundprinzip der freiwilligen Spende. Allerdings bringt die Rücknahme des Einverständnisses in der Zeit nach der Spendervoruntersuchung ein erhebliches Risiko für den Patienten mit sich: Dieser wurde zu diesem Zeitpunkt bereits so intensiv auf die Transplantation vorbereitet, dass sich sein Knochenmark von dieser Behandlung ohne Transplantation nicht mehr erholen kann. Er kann sehr rasch an einer Infektion oder einer Blutung sterben. Diese Situation versuchen wir durch gründliche Information in einem ausführlichen Beratungsgespräch zu vermeiden, was uns in vielen Jahren bisher immer gelungen ist. Erkennen wir im Rahmen der Voruntersuchung jegliche Risiken für Sie, schließen wir Sie ohnehin von der Spende aus.
Die Aufklärung findet immer bei der AKB in Gauting statt, egal aus welchem Land der Patient stammt. Die Spende erfolgt anschließend entweder ebenfalls bei der AKB in Gauting oder im Institut für Transfusionsmedizin des Blutspendedienstes des Bayerischen Roten Kreuzes (BSD) in München. Ein Kurier der Transplantationseinheit wird das Transplantat dann bei der AKB bzw. beim BSD abholen und so rasch wie möglich in die Klinik zum Patienten bringen.